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Hölzel/Ott 2007

Hölzel, Britta / Ott, Ulrich. (2007): Relationships between meditation depth, absorption, meditation practice, and mindfulness: A latent variable approach. Journal of Transpersonal Psychology. 38.

Abstract

Meditationserfahrungen entwickeln sich entlang eines Spektrums, das von einem mühsamen Ringen mit der Technik bis zu tiefen transpersonalen Zuständen reicht, in denen sich alle Dualitäten auflösen. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, inwieweit die Tiefe der Meditation von der Dauer der Meditationspraxis und dem Persönlichkeitsmerkmal der Absorption beeinflusst wird und ob tiefe Erfahrungen die Achtsamkeit der Meditierenden im Alltag beeinflussen. Eine Reihe von Fragebögen (Fragebogen zur Meditationstiefe, Tellegen Absorptionsskala und Freiburger Achtsamkeitsinventar) wurde an Meditierende (N ¼ 251) verteilt, die verschiedene Techniken praktizieren. Eine Strukturgleichungsmodellanalyse ergab, dass die Absorption einen stärkeren Einfluss auf die Meditationstiefe ausübte (Pfadkoeffizient: .48) als die Menge der Meditationspraxis (Pfadkoeffizient: .21). Die Achtsamkeit wurde stark von der Meditationstiefe (Pfadkoeffizient: .42) und mäßig von der Absorption (Pfadkoeffizient: .21) beeinflusst. Diese komplexen Beziehungen zwischen Praxis, Persönlichkeit, Meditationserfahrungen und Alltagsverhalten sollten in der zukünftigen Forschung über transpersonale Zustände, die durch Meditation hervorgerufen werden, berücksichtigt werden. Die Einsicht in unsere wahre Natur ist ein Endziel aller spirituellen Traditionen. In vielen mystischen Traditionen ist die Meditationspraxis ein primärer Ansatz, um transpersonale Zustände der Nicht-Dualität zu erreichen, die mit einer Vielzahl von Begriffen bezeichnet werden (unio mystica, samadhi, nirvana, satori, transzendentales Bewusstsein). In den tiefsten Zuständen der Meditation kommt es zu tiefgreifenden Veränderungen in der Wahrnehmung.“ (ebd., übersetzt)

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