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Mahāsiddha

Den Praktizierenden von vajrayāna steht eine breite Palette von Möglichkeiten der Umsetzung zur Verfügung. Diese Vielfalt wird deutlich, wenn man einen Blick auf das Leben der berühmten vierundachtzig mahāsiddhas, der indischen Vorfahren von vajrayāna wirft, die vajrayāna praktizierten und verwirklichten. Ein/e mahāsiddha war ein/e „großartig Vollendete/r oder Vervollkommnete/r“. Die besondere Qualität der Siddhas bestand in ihrer Fähigkeit, jeden Aspekt der Welt geschickt als Vehikel zu nutzen, um sich selbst und andere zu befreien. Aus diesem Grund wurden ihnen große magische Kräfte nachgesagt, die Siddhis genannt wurden. Die oberste Siddhi allerdings ist die Erleuchtung selbst.

Obwohl es sicherlich mehr als vierundachtzig mahāsiddhas gab, waren die Lebensgeschichten dieser vierundachtzig weithin bekannt und wurden daher niedergeschrieben. Zu dieser Gruppe gehörten wandernde Yogins, die am Rande der Gesellschaft lebten, sowie viele Menschen, die Tantra praktizierten, während sie ihren alltäglichen Aktivitäten und Berufen nachgingen. Sie waren Gelehrte, Handwerker/innen, Mönche, Nonnen, Königinnen oder Könige, Bettler, Hausfrauen und so weiter. Sie waren hochkastig, niederkastig und Ausgestoßene. Auch ihre Persönlichkeiten deckten ein breites Spektrum ab. Manche waren leidenschaftlich, manche aggressiv, manche ehrgeizig, und manche waren einfach nur faul. Doch durch ihre geschickten Mittel waren sie alle in der Lage, ihr Temperament und ihre weltlichen Aktivitäten als Vehikel für die Meditationspraxis und das Erlangen der höchsten siddhi, des Erwachens, zu nutzen.

Die schriftliche Überlieferung geht vor allem auf zwei Quellen zurück, zunächst Abhayadatta aus dem 11./12. Jhdt (neu hrsg. etwa von Dowman oder von Robinson) sodann Taranatha aus dem 16. Jhdt (zB Schmid 1958).

(Nālandā 1995c, übersetzt, gekürzt, ergänzt)

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