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vikalpa

vikalpa (skr) (rnam rtog, tib.) Gedanke, Konzept, Imaginationsfähigkeit des Geistes

Die Welt ist nur das eigene Spiel des Geistes 

Einer der umfassendsten Begriffe im Buddhismus im Allgemeinen und im Yogācāra im Besonderen ist vikalpa (tib. rnam rtog), mit den verwandten kalpanā (tib. rtog pa), parikalpa (tib. kun rtog) und ihren Verwandten. Sie alle haben die grundlegende Bedeutung von „konstruieren“, „formen“, „herstellen“ oder „erfinden“. In Bezug auf den Geist bedeuten sie also „im Geist erschaffen“, „in der Vorstellung formen“ und sogar „als real annehmen“, „vortäuschen“ und „erfinden“. Dies zeigt, dass ihre üblicher Übersetzung als „Gedanke“ oder „Konzept“ nicht falsch, aber -insbesondere im Yogācāra-Kontext – viel zu eng ist. Im Grunde genommen -und das sollte man sich in allen buddhistischen Texten vor Augen halten -beziehen sich diese Begriffe auf die kontinuierliche, konstruktive und doch verblendete Aktivität des Geistes, der nicht müde wird, alle Arten von dualistischen Erscheinungen und Erfahrungen hervorzubringen und so buchstäblich seine eigene Welt zu erschaffen. Offensichtlich ist das, was üblicherweise unter „Vorstellung“ oder „begrifflichem Denken“ verstanden wird, nur ein kleiner Teil dieser Dynamik, denn aus buddhistischer Sicht umfasst vikalpa auch die nicht-begriffliche Vorstellungskraft und sogar das, was als äußere Objekte und Sinnesbewusstseine erscheint -buchstäblich alles, was in einem dualistischen Geist vor sich geht, sei es ein Objekt oder ein Subjekt, bewusst oder unbewusst. In Vasubandhus Triṃśikā 20-21ab heißt es: 

Welche Entität auch immer vorgestellt ist
Durch welche Vorstellung auch immer
Ist die imaginäre Natur,
die nicht zu finden ist.

Aber die von anderem-abhängige Natur
Ist die Imagination die aus Bedingungen entsteht

Übersetzung: Michael Krüger

Die Bedeutung von „Imagination“ als eine im Wesentlichen verblendete, dualistische und illusorische geistige Aktivität wird besonders durch die klassischen Yogācāra-Begriffe abhūtaparikalpa („falsche Imagination“, wörtlich „Imagination des Unwirklichen“) und parikalpita („das Imaginäre“, eine der drei Naturen) hervorgehoben, wobei letzteres alles ist, was als die durch die falsche Imagination hervorgerufene Trennung in Subjekt und Objekt erscheint.“ (Brunnhölzl 2009:14, übersetzt)

„[20] Durch ein solches und solches Konstruieren (vikalpa) wird ein solches und solches Ding konstruiert. Als wirklich existierendes [Ding] existiert es nicht – es ist nur das Vorgestellte (parikalpita).

[21] Die Selbst-Natur (svabhāva) des Anderen-Abhängigen (paratantra) [= pratītya-samutpāda] ist eine Konstruktion (vikalpa), die [in Abhängigkeit] von Bedingungen entsteht. Der Vollendete (pariniṣpanna) ist jedoch immer frei von ersterem [d.h. svabhāva].“ Sāgaramati (übersetzt)

„[20] By such and such constructing (vikalpa), such and such a thing is constructed. As a truly existing [thing] it does not exist – it is only the Imagined (parikalpita).

[21] The self-nature (svabhāva) of the Other-Dependent (paratantra) [= pratītya-samutpāda] is a construction (vikalpa) that arises [in dependence] upon conditions. However, the Perfected (pariniṣpanna) is always free from the former [i.e. svabhāva].“ Sāgaramati

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